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Ratgeber

http auf https umleiten, mit und ohne www, so geht es richtig

Wie du alle Varianten deiner Adresse auf eine einzige verschlüsselte Seite umleitest. Mit fertigen Konfigurationen für Apache, Nginx und WordPress.

Veröffentlicht am 20. Oktober 2026, 6 Minuten Lesezeit

Landen alle Varianten meiner Adresse auf derselben Seite?Mit dem Weiterleitungs-Check kostenlos prüfen

Deine Website ist unter vier Varianten erreichbar: http://beispiel.at, http://www.beispiel.at, https://beispiel.at und https://www.beispiel.at. Ideal ist, wenn alle vier mit einem einzigen Schritt auf dieselbe Adresse mit https:// weiterleiten. Ob das bei dir so ist, zeigt der Weiterleitungs-Check.

Warum das wichtig ist

  • Sicherheit: Bleibt eine Variante auf http, werden Daten unverschlüsselt übertragen, und Browser zeigen „Nicht sicher“ an.
  • Google: Sind zwei Varianten mit gleichem Inhalt erreichbar, wertet Google sie als doppelte Seiten. Das kann das Ranking schwächen.
  • Einheitlicher Auftritt: Links, Lesezeichen und Statistiken sammeln sich auf einer einzigen Adresse.

Mit oder ohne www?

Das ist Geschmackssache. Ohne www ist kürzer und modern, mit www ist traditionell. Technisch macht es kaum einen Unterschied. Wichtig ist nur, dass du dich festlegst und die andere Variante dauerhaft weiterleitest.

Die Voraussetzungen

  1. DNS-Einträge für beide Varianten. Sowohl beispiel.at als auch www.beispiel.at müssen auf deinen Server zeigen. Ob das stimmt, siehst du im DNS-Check.
  2. Ein SSL-Zertifikat für beide Varianten. Sonst sehen Besucher auf einer der beiden eine Zertifikatswarnung, bevor die Weiterleitung überhaupt greift. Prüf das mit dem SSL-Check unter „Abgedeckte Domains“.

Einrichtung bei Apache (.htaccess)

Bei den meisten Webhosting-Paketen fügst du diese Zeilen ganz oben in die Datei .htaccess im Hauptverzeichnis ein. Dieses Beispiel leitet alles auf https://beispiel.at ohne www um:

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTPS} off [OR]
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^www\. [NC]
RewriteRule ^ https://beispiel.at%{REQUEST_URI} [L,R=301]

Willst du die Variante mit www, ersetze die letzten beiden Bedingungen:

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTPS} off [OR]
RewriteCond %{HTTP_HOST} !^www\. [NC]
RewriteRule ^ https://www.beispiel.at%{REQUEST_URI} [L,R=301]

Ersetze beispiel.at durch deine Domain und mach vorher eine Sicherungskopie der Datei.

Einrichtung bei Nginx

Zwei zusätzliche server-Blöcke übernehmen die Weiterleitung, der eigentliche Block liefert die Seite aus:

server {
    listen 80;
    server_name beispiel.at www.beispiel.at;
    return 301 https://beispiel.at$request_uri;
}

server {
    listen 443 ssl;
    server_name www.beispiel.at;
    # ssl_certificate … wie im Hauptblock
    return 301 https://beispiel.at$request_uri;
}

WordPress

Trag unter „Einstellungen → Allgemein“ bei beiden Adressfeldern die gewünschte Adresse mit https:// ein. Die Umleitung von http auf https erledigt WordPress damit aber nicht zuverlässig. Dafür brauchst du zusätzlich die .htaccess-Regel oben oder die entsprechende Einstellung bei deinem Hoster.

Achtung: Stellst du die Adresse in WordPress falsch ein, sperrst du dich womöglich aus dem Dashboard aus. Notier dir vorher die alten Werte.

Bei Hostern mit eigener Oberfläche

Viele Hoster und Plattformen wie Plesk, cPanel oder Coolify bieten einen Schalter wie „HTTPS erzwingen“ oder „Weiterleitung auf www“. Das ist meist die einfachste Lösung. Prüf danach mit dem Weiterleitungs-Check, ob alle vier Varianten richtig landen.

301 oder 302?

Verwende für dauerhafte Weiterleitungen immer 301 (oder 308). Damit wissen Browser und Suchmaschinen, dass die neue Adresse die richtige ist. Eine 302-Weiterleitung bedeutet „vorübergehend“, und Google behält dann womöglich die alte Adresse im Index.

Der letzte Schritt: HSTS

Wenn alles funktioniert, kannst du mit dem HSTS-Header festlegen, dass Browser deine Seite künftig nur noch über HTTPS aufrufen, auch wenn jemand http:// eintippt. Wie das geht, steht in Security-Header einfach erklärt.